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Mega Marsch Sylt 2018. Das Special!

Hach was war ich aufgeregt. War ich doch unter 333 Läufern ausgewählt, den Megamarsch Sylt mitlaufen zu dürfen.

Dürfen? Ja richtig gelesen. Dürfen!

Einmal rund um Sylt. 100 Kilometer durch Dünen, vorbei an Leuchtürmen und endlosem Blick auf das Meer!

Das Sylter Wetter zeigt sich beim Start sonnig, der Wind kalt und stetig. Für die kommenden 24 Stunden war klarer Himmel angesagt, was eine bitterkalte Nacht versprach. Immer noch mit Handicap von meinem Fahrradunfall, der mir eine eine Prellung des Innenbandes einbrachte, ging es am Nachmittag um 16.00 Uhr auf Strecke. Wie weit werde ich kommen? 20? 40? 60 80? Oder doch die volle Distanz von 100 Kilometer?

333 Extremwanderer starten von der Konzertmuschel am Strand von Westerland um die Insel zu umrunden. Einige bekannte Gesichter aus den vorherigen Megamarschwanderungen waren darunter, was eine kurzweilige Strecke versprach!

Die Dünen, die es gleich zu Anfang zu durchwandern galt, zogen das Feld schon in der ersten Stunde weit auseinander. Platz für jeden … 😉

Um 20 Uhr, bei ersten VPS hing der Vollmond Glutrot und mächtig gross über Dänemarkauf, das sich gegenüber Sylt zeigte. Die Temperaturen sanken schon jetzt an die 0° Grad. Weiter nach einer kurzen Aufwärmpause ging es in die Nacht. Mein Knie macht noch mit! Hinauf in den Norden am Wattenmeer entlang ging die Strecke. Wasser soweit das Auge reicht.

Pünktlich nach 8 Stunden erreiche ich den VPS 2 in Keitum. Es ist inzwischen -3° Grad kalt geworden, eisiger Wind fegt über die Wege. Die ersten Schmerzen machen mir zu schaffen. Trotzdem, ich versuche es weiter.

Das erste mal bei einem Megamarsch treffe ich auf den Schlussläufer und weiss ich bin mächtig zu langsam. Die Schmerzen im Knie nehmen zu, der Wind auch!

Bis zum VPS 3 bei Kilometer 60 laufe ich, immer die Stirnlampe des Schlussläufers im Rücken. Ich hole zwar noch etwas Zeit auf, doch hier ist Schluss. Bei Kilometer 60 gebe ich mich geschlagen, will das lädierte Knie nicht noch weiter herausfordern.

 

Schade, denn Sylt ist ein Erlebnis der besonderen Art. Ich bin 2019 wieder dabei. Bis dahin wird sich meine Verletzung wieder erholt haben und mit neuer Kraft hol ich mir dann dieses kleine, feine Eiland.

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Hier schreibt

Michael G. Waltenberger über seine Ultra / Extrem- und Weitwanderungen!

In der Welt der Ultrawanderungen setze ich mir stets neue Ziele, die die Distanzen der 100 km und 24 Stunden an einem Stück, weit überschreiten! Mehr dazu im B L O G!

„Weit ist nicht weit genug!“