Die Fakten

3.500 Teilnehmer, der größte Megamarsch bisher. 100 Kilometer in 24 Stunden. Einmal rund um Hamburg, die Perle des Nordens!

Am 07. April 2018 starte ich in Hamburg beim größten Megamarsch seit Bestehen des MM. Mit 3.499 anderen Menschen, alles Verrückte, die die Strecke in einer Zeit von maximal 24 Stunden absolvieren wollen, finde ich mich eine halbe Stunde vor dem Start in Hamburg Finkenwerder ein und los geht es … Soweit die graue Theorie!

Die Fakten in der Praxis

Pünktlich um 7.16 starte ich mit meinem ICE in Mannheim Richtung Hamburg. Pünktlich will ich auch gegen 12.00 am Hamburger Hauptbahnhof sein, um dann von den Landungsbrücken rüber zum Startort in Finkenwerder zu schippern um dann 24 Stunden durch die Gegend zu rennen. Es kam anders ..

Immerhin startet der ICE noch pünktlich, was sich dann allerdings bereits in Frankfurt erledigt hatte. Die Verzögerung zog sich bis Hamburg dann immerhin auf 1 1/2 Stunden hin. Strahlender Sonnenschein, untypisch für diese Stadt?, verwandelte die Landungsbrücken zu einem Hexenkessel. 3 Fähren später, ich hätte schon längst zum Megamarsch starten sollen, kann ich übersetzen. Jetzt noch 3 Kilometer bis zum Check In joggen und ich habe es geschafft und kann auf die Strecke. Ich sag mal so: „Nein:“ 😉

45 Minuten zu spät, sehe ich gerade noch das letzte Fahrzeug der Versorgungstruppe Megamarsch abrücken. Kein Startbändchen, keine Streckenregistrierung. Na toll … Ich habe es tatsächlich geschafft als Nummer 3.500 auf die Strecke zu gehen.

Im Laufschritt lege ich die ersten 7 Kilometer zurück und hole dort tatsächlich die ersten, bereits mit Ausfallerscheinung am Boden zerstörten, ersten Beiden Megamarschlerinnen ein. Weiter!

Nach 12 Kilometern hab ich es geschafft. Ich habe Anschluss an die um 14.00 Uhr gestarteten und kann meinen Schritt jetzt anpassen. Bis zum ersten VPS bei Kilometer 20, erhole ich mich von meinem Sprint und kann jetzt schon ahnen, dass ich meine Bestzeit toppen werde.

Hamburg. Wasser?, ja auch!

Dieser Megamarsch wird mir immer in Erinnerung bleiben. Zum einen wegen der fast zu 80 % aus Asphalt bestehenden Strecke. Zum anderen wegen des alten Landes, durch dessen Dörfer und Landschaften es ging. Tolle Ausblicke immer wieder auf die Flüsse von denen ich gar nicht mehr weiss wie sie alle hießen. Zum anderen wegen der Begeisterung der Menschen. An fast jeder Ecke, zu fast jeder Tages- und Nachtzeit standen Grüppchen die mich und uns alle anfeuerten. Ein tolles Gefühl …

Durch ausgedehnete Spalierobstplantagen, über Stauwehre, vorbei an Flussläufen, manchmal auch ein kurzes Waldstück kreuzend, lief der Weg immer in der Nähe der Stadt Hamburg. Vorbei an kleinen Yachthäfen, die grossen Hallen des Airbuswerks warfen Licht bis weit in die Nacht, über Dämme, durch einen Friedhof und wieder rein in die Stadt. Hamburg und seine Bebauung scheinen nie enden zu wollen … Am VPS 3, bei Kilometer 60 bekam ich dann auch endlich mein Startbändchen und war nun Offizieller 😉

Der Megamarsch in Hamburg war kurzweilig. Immer wieder, auch Nachts fanden sich lustige, singende und schnackende Grüppchen zusammen, die ein Stück des Weges zusammen liefen. Kurz vor Ende wartete die höchste Steigung auf mich. 60 meter immerhin! Ein niiiiiiicht enden wollender Berg der sich ca. 2 Kilometer vorm Ziel an der Elbe da auftat. Noch kurz am Stadion des HSV vorbei und schon ging es nach knapp 20 Stunden hinunter zum Zieltor.

615 Menchen haben es geschafft und zogen verdient in die Hall of Fame des Megamarsch ein.

Hamburg? Ich komme wieder …

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Hier schreibt

Michael G. Waltenberger über Ultra- und Extrem-
wanderungen!

In der Welt der Ultrawanderungen setze ich mir stets neue Ziele, die die Distanzen der 100 km und 24 Stunden an einem Stück, weit überschreiten! Mehr dazu im B L O G!

„Weit ist nicht weit genug!“